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Italienische Weine, Espresso, und mehr in Frankfurt.

Liebe Kunden, Gäste und Freunde des Pastaparola!

 

Am 31. März 2016 habe ich das Pastaparola geschlossen. Ich bedanke mich für Ihre Treue und freue mich über 6 abwechslungsreiche Jahre. Auf dieser Homepage können Sie erfahren, wie es mit dem Pastaparola weitergeht. Gerne können Sie auch den Newsletter abonnieren um über Angebote, Veranstaltungen und Neuigkeiten informiert zu bleiben.

 

Eine liebe Freundin hat das Pastaparola aus ihrer Sicht in nachfolgendem Text beschrieben.

 

Herzliche Grüße und bis bald

 

Martin Kraus

 

Nachruf auf P. - Auf der anderen Seite der Scheibe geht das Leben weiter.

 

Es heißt, man soll gehen, wenn es am Schönsten ist. Von daher ist es ok. Aber wir kannten uns nur knapp ein Jahr. Dass ich nicht mehr von dir hatte, macht mich eigentlich am traurigsten.

 

Oft genug bin ich blind und in Hektik an dir vorbei gezogen. Es hat lang gedauert dich überhaupt zu bemerken. Aber Liebe auf den zweiten Blick hat einen ganz eigenen Zauber. An diesem Tag konnte man sich dir nicht entziehen. Da hast du Magie ausgestrahlt. Warmes Licht, das in Weinflaschen reflektiert, noch ein bisschen wärmer in die Frühlingsnacht leuchtet. Und Musik. Klänge, die durch die dünne Scheibe auf der Straße noch ein bisschen weicher klingen. Heute bin ich mir sicher, dass das damals nur Axel und Christian gewesen sein konnten. Hinein getraut habe ich mich nicht. Wirkte dieses magische Ganze doch wie ein geheimer Club von Genießern, zu dem zu gehören ein Codewort, irgendein Schlüssel nötig sein sollte. Der Anschein der geschlossenen Gesellschaft. Der dir vielleicht zum Verhängnis wurde.

 

Irgendwann dann, habe ich mich doch getraut. Meine Eintrittskarte, die Musik. Für andere sollten es Bücher, Filme, Motorräder und Lebensgeschichten sein – oder schlichtweg die Liebe zu italienischem Wein. Von Anfang an hattest du etwas von einem Zuhause - eine seltsame Mischung aus Verlässlichkeit, Kaminfeuer, Unberechenbarkeit und Überraschungen. Nur keinen Kuchen. Und wenn hier die Tür aufging, hielten alle einen Moment inne.

 

Nicht selten war das Pastaparola anstrengend. „Too much information“, Abgründe, in die man nicht blicken wollte, ungemütlich, sperrig. In jedem Fall aber lernte man hier etwas; Über Menschen, über Frankfurt und Freundschaft und manchmal auch über Musik.

 

Manchmal war das Pastaparola einfach magisch. Vor allem dann, wenn hier musiziert, vorgelesen, gelacht, gesungen oder getanzt wurde. In diesem Raum ohne Küche steht die Zeit dann einfach still. Und durch die Scheibe kann man das Leben da draußen beobachten, wie im Kino, ohne mit all dem etwas zu tun zu haben. Erahnend aber, worauf es ankommen könnte.

 

Ein Hund, der gegenüber starr seinen Blick nicht vom Herrchen abwendet, während dieser nur Augen für seine Currywurst hat. Dann ein Herrchen, das nach konzentrierter Wurstesserei, das letzte Stück doch routiniert unter den Tisch fallen lässt. Ein Sinnbild für Treue und Aufeinander eingespielt sein. Herr Hummel, der die Scheibe emsig passiert, von rechts nach links, von links nach rechts, ein menschlicher Scheibenwischer, vielleicht ein menschgewordenes Metronom. Fleißig und zuverlässig. Quengelnde Kinder getragen von Vätern, die ihre Sache gut zu machen scheinen und möglicherweise just beschlossen haben, künftig einen größeren Bogen um den Spielwarenladen zu machen. Markttütenträger, Heimatlose, Heimkehrende, Hungrige und mindestens fünf Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung. Auf der anderen Seite der Scheibe das Leben. Von dieser Seite der Scheibe aus irgendwie wärmer, irgendwie weicher. Und immer wieder sieht man Menschen, die beim Vorbeigehen seltsam in deinen Bann gezogen werden, nicht anders können als die Köpfe zu drehen und sich zu fragen, was wohl die Eintrittskarte zu diesem Club sein mag.

 

Was nun bleibt sind Freunde, Bekanntschaften, Erinnerungen. Ein lachendes und ein weinendes Auge, wenn wir zukünftig an einer Suppenküche, einem Nagelstudio oder Käseladen vorbeigehen und durch die Scheibe nach drinnen schauen. Egal wo man steht. Auf der anderen Seite der Scheibe geht das Leben weiter.

 

 

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Martin Kraus

Freiligrathstraße 42
60385 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0) 172 423 56 00
martin.kraus@pastaparola.de

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